Neben dem bereits verfügbaren Multi-Room Feature hat Amazon zur Präsentation der 2017er Echo-Generation weitere Alexa-Features angekündigt, die in diesen Tagen auf alle Alexa-fähigen Geräte kommen sollen.

 

Multi-Room

Mithilfe einer neuen Funktion für den Cloud-basierten Sprachdienst Amazon Alexa können Kunden die Musikwiedergabe über mehrere Amazon Echo-Geräte hinweg synchronisieren und steuern. Ab sofort ist es zudem möglich, Musik per Sprachbefehl einem bestimmten Echo-Gerät oder einer Gerätegruppe zuzuweisen. In Kürze lässt sich Musik in mehreren Räumen auch über Netzwerklautsprecher anderer Hersteller auf Zuruf steuern.

„Innerhalb weniger Monate haben wir Alexa für noch bessere Unterhaltung um Dutzende neuer Funktionen erweitert. Dazu zählen die Steuerung von Amazon Fire TV und dem Home Entertainment System via Echo, Songtexte, Amazon Video und YouTube sowie aktivitätsbasierte Suchen – und wir haben gerade erst angefangen”, sagt Toni Reid, Vice President für Amazon Alexa. „Heute machen wir Alexa noch smarter, indem wir synchronisierte Musik über mehrere Echo-Geräte hinweg und so raumfüllenden Sound im ganzen Zuhause ermöglichen.”

Alexa Multi-Room Music für alle Echo-Geräte

Die synchrone Musikwiedergabe über mehrere Echo-Geräte kann mit Amazon Music und TuneIn genutzt werden; in den USA zudem mit iHeart Radio und Pandora. Die Unterstützung von Spotify und in den USA auch von Sirius XM folgt in Kürze. Mithilfe der Alexa App lassen sich zwei oder mehr Echos einfach zu Gruppen zusammenschließen, indem die Gruppe benannt wird, etwa mit „Erdgeschoss”. Ist diese angelegt, sind Befehle wie „Alexa, spiele John Mayer im Erdgeschoss” möglich.

Neue Tools für Hardwarehersteller

Neben Multi-Room Audio bietet Amazon zwei neue Tool-Sets an, mit denen Lautsprecherhersteller die Multi-Room-Musiksteuerung in ihre eigenen Geräte integrieren können:

Alexa Voice Service (AVS) Multi-Room Music SDK

Mit dem AVS Multi-Room Music SDK integrieren Gerätehersteller die neue Multi-Room-Funktion in ihre eigenen Geräte. Dann haben Kunden die Möglichkeit, ihre Musik nicht nur über Echos sondern auch andere unterstützte AVS-Geräte abzuspielen. Beispielsweise können Besitzer von drei Echos und zwei separaten AVS-Lautsprechern über alle fünf Geräte synchron dieselbe Musik hören. Das SDK ist ab Anfang des kommenden Jahres verfügbar.

Connected Speaker APIs

Die Connected Speaker API ermöglicht es Herstellern netzwerkfähiger Audiosysteme, die Musikwiedergabe mit Alexa zu steuern. Kunden können dann jedes Alexa-fähige Gerät – etwa den Amazon Echo Dot – nutzen, um Musik über ihr bestehendes netzwerkfähiges Audiosystem abzuspielen. Amazon arbeitet daran bereits mit namhaften Herstellern wie Sonos, Bose, Sound United und Samsung.

„Alexa hat die Messlatte für Sprache im Smart Home vorgegeben, so dass Amazon für Sonos eine offensichtliche Wahl war, um erstmals eine Sprachsteuerung zu integrieren“, sagt Antoine Leblond, VP für Software bei Sonos. Wir haben von Anfang an eng zusammengearbeitet, um die Magie von Alexa mit den nahtlosen Multi-Room-Audio-Fähigkeiten, für die Sonos bekannt ist, zu kombinieren. Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir als erster Multi-Room-Partner von Amazon erreicht haben. Jetzt brauchen Kunden lediglich ein Alexa-fähiges Endgerät, um Musik so einfach wie nie auf Sonos-Boxen zu hören – lediglich per Befehl: „Alexa, spiele Musik im Wohnzimmer“.

„Sound United ist ständig bestrebt, seinen Kunden das bestmögliche Erlebnis zu bieten. AI Sprachdienste vereinfachen die Steuerung von Produkten im häuslichen Umfeld. Wir freuen uns daher, dass Kunden von Denon, Marantz und HEOS zu den Ersten zählen, die Alexa Multi-Room Audio und die Steuerung per Sprache erleben können“, sagt Kevin Duffy, CEO und Präsident von Sound United. Damit werden Kunden bald in der Lage sein, ihre Lieblingsmusik abzuspielen, die Lautstärke zu regulieren oder eine andere Eingangsquelle auszuwählen, in welchem Raum auch immer eines der vernetzten Produkte steht – und das alles per Befehl an Alexa.“

„Wir freuen uns, Alexa Multi-Room Audio in Samsung Lautsprecher zu integrieren”, sagt Jun Young Kim, Vice President des AV Business Teams bei Samsung. „Dadurch können Kunden einfach Alexa auffordern, ihre Lieblingsmusik in jedem beliebigen Raum des Hauses abzuspielen. Es war noch nie so einfach, großartige Musik auf Samsung Lautsprechern zu hören.”

Die Connected Speaker APIs sind ab sofort als Developer Preview verfügbar.

Alexa Routinen

Über Routinen lässt sich mit einem einzigen Sprachbefehl eine automatische Abfolge verschiedener Aktionen ausführen. Mit „Alexa, gute Nacht“ werden dann beispielsweise das Licht und der Fernseher ausgeschaltet sowie die Tür verschlossen. Routinen können auch passend zu einer Tageszeit erstellt werden. Alexa schaltet dann etwa an jedem Wochentag um 6.00 Uhr und am Wochenende um 9.00 Uhr das Küchenlicht und die Kaffeemaschine ein und liest den aktuellen Wetterbericht vor.

Routinen lassen sich für die mit Amazon Alexa steuerbaren Leuchten, Stecker und Schalter führender Anbieter wie Philips Hue, TP Link und WeMo festlegen. Sie werden für alle Alexa Geräte wie dem neuen und alten Echo, Echo Dot, Echo Show und Echo Plus ab nächstem Monat nutzbar sein.

Verbesserte Smart Home-Gruppen

Kunden können jetzt smarte Endgeräte oder eine ganze Gruppe von Smart Devices steuern, ohne sich den jeweils spezifischen Namen zu merken. Echos und smarte Geräte lassen sich in Smart Home-Gruppen zusammenfassen und ermöglichen es Alexa, auf Zuruf intelligent zu reagieren. So machen sie die Interaktion zwischen Anwender und Smart Home noch einfacher und natürlicher. Man kann jetzt beispielsweise in die Küche gehen und „Alexa, schalte das Licht an“ sagen, während man früher noch spezifisch „Alexa, schalte die Deckenlampe in der Küche ein“ sagen musste.

Dieses Feature ist ab dem nächsten Monat für alle neuen und alten Echo, Echo Dot, Echo Show und Echo Plus erhältlich.

Mit Alexa telefonieren

Mit Alexa Calling und Messaging wird eine Neuerung eingeführt, die es auf vollkommen neue Art und Weise erlaubt, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Bittet man um einen Anruf bei seiner Mutter, wird man mit ihrem Echo oder ihrer Alexa App verbunden. Mit dem neuen Feature Drop In können Kunden sich zudem mit den engsten Freunden und Familienmitgliedern oder anderen Echo Geräten innerhalb des Zuhauses verbinden lassen, etwa um nach der Essenszeit zu fragen, in einen Wohnraum zu schauen oder nach einem nahen Verwandten zu sehen. Bei Drop In hat der Nutzer stets die volle Kontrolle: Das Gerät kann jederzeit abgeschaltet werden. Darüber hinaus lassen sich Zugriffsrechte per Vorauswahl ebenso festlegen wie die Geräte, mit denen Drop In genutzt werden kann.

Alexa Calling und Messaging wird für alle Alexa-fähigen Produkte in den kommenden Tagen in Deutschland verfügbar sein. Damit können Kunden nunmehr ihre Freunde und Familienmitglieder mittels Amazon Echo, Echo Dot oder der Alexa App anrufen oder ihnen eine Textnachricht schicken.

Quelle · Bild: Amazon

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