Du wolltest schon immer mal wissen, wie künstliche Intelligenz funktioniert? Google hat mit der „Teaching Machine“ ein Browser-Experiment gestartet, das dir die entsprechenden Grundlagen dazu beibringen soll.

Im Wesentlichen will das Unternehmen aus Mountain View mit dem Web-Projekt verdeutlichen, was Machine Learning eigentlich bedeutet bzw. wie eine künstliche Intelligenz neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt. Du kannst auf die Teachable Machine direkt über den Browser zugreifen und benötigst zusätzlich nur eine aktive Webcam. Programmierkenntnisse sind dafür nicht notwendig. Komplexe Sachen kannst du auf der Seite nicht anstellen, aber die verfügbaren Spielereien sind schon ganz spannend. Zum Beispiel kannst du der KI beibringen auf spezifische Gesten in einer bestimmten Weise zu reagieren.

Google erklärt, dass Nutzer im Rahmen des Experiments ein künstliches neuronales Netzwerk trainieren, ohne dass die entsprechenden Bilder an einen Server geschickt werden – darum reagiert das Ganze auch so schnell.

In einem kurzen und überspringbaren Tutorial wird dir zu Beginn erklärt, wie du mit der KI umgehen sollst.

Als Input dient die Kamera. Du kannst durch deine Handlungen, zum Beispiel verschiedene Handbewegungen, ein bestimmtes Ergebnis erzielen. Die KI spuckt dann etwa Gifs, Musik oder Geräusche aus. Trainiert werden muss, welche Handbewegung welche Ausgabe auslösen soll. Google schlägt beispielsweise vor, dass man seine Hand wie eine Kuh muhen lassen kann.

Hauptsächlich geht es bei der Teachable Machine um die Erkennung von Mustern. Ähnliche Techniken kommen bereits in vielen anderen Anwendungsgebieten zum Einsatz oder könnten auch in Zukunft eingesetzt werden – etwa, um mit einer Geste im Smart Home die Fenster zu schließen und mit einer anderen das Licht einzuschalten. Ein positiver Aspekt des Experiments ist auf jeden Fall, dass Nutzer sich so besser in die Welt der künstlichen Intelligenzen hineinversetzen können. Somit kann das – teils verständliche – Misstrauen gegenüber den smarten Maschinen abgebaut werden, denn während des Experimentierens erkennst du auch die aktuell noch vorhandene Begrenztheit der smarten Systeme.

Probiert es mal aus und berichtet hier von Euren eigenen Erfahrungen…

 

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